Die Stadt Calais war auf unseren Touren bisher nur ein Zwischenstopp zur Übernachtung um in die Normandie zu gelangen. Jetzt wollen wir die Stadt etwas genauer erkunden um herauszufinden lohnt es sich hier etwas mehr Zeit zu verbringen und das im besten Fall mit der Kamera?Angekommen in Calais stellen wir unser Zuhause auf den Wohnmobilstellplatz den wir schon des öfteren für Übernachtungen genutzt haben. Er liegt etwas am Rande der Stadt und ist ca. 5 Gehminuten vom Strand entfernt. Am Strand haben wir in der Vergangenheit schon den einen oder anderen Spaziergang gemacht um uns nach langen Stunden im Auto die Füße zu vertreten daher kennen wir den Weg. Wir beschließen daher dieses mal den Weg entlang des Canal des Pierrettes zu nehmen der uns in ca. 15 Minuten in die Stadt bringen sollte.Der Weg läuft sich erstaunlich gut und es ist die meiste Zeit ein freier Blick auf den Canal vorhanden auf dem sich etliche Vögel beobachten lassen.In der Nähe des Hafen entdecken wir die Überreste eines riesigen alten Bunkers der mahnend an längst vergangene Zeiten erinnert. Wir lassen diesen allerdings links liegen und gehen weiter Richtung Leuchtturm den wir schon von weiten sehen konnten und haben die Hoffnung eine schöne Perspektive für ein Foto zu finden. Da er mitten in einer dicht bebauten Gegend steht sinkt unsere Hoffnung jedoch mit jedem Schritt. In der Straße vor dem Leuchturm angekommen macht sich endgültig Ernüchterung breit. Es ist keine wirklich schöne Perspektive zu finden selbst die Straße ist so stark befahren das ein Foto von dort nicht möglich ist ohne seine Gesundheit zu Riskieren. Wir ziehen also weiter haben den Leuchtturm aber immer im Blick in der Hoffnung es ergibt sich eine gute Perspektive. Für uns geht es jetzt weiter zur Kirche von Calais. Kirchen gehören zwar nicht unbedingt zu unserem fotografischen Bereich aber sie faszinieren uns immer wieder in ihrer Art der Architektur und in der Ausstattung im inneren.Der Bau sieht von außen wie eine Kirche von vielen aus und beeindruckt nicht sonderlich. Da die Kirche offen ist beschließen wir diese zu besichtigen und gehen hinein. Im inneren angekommen stellen wir fest das die Kirche sicherlich ihren Zweck als solche erfüllt aber aus unserer Sicht nicht die eine besondere ist. Da gab es auf unseren Touren schon deutlich beeindruckendere Kirchen zu sehen die auch deutlich kleiner sind. Aus Respekt verzichten wir wie so häufig in der Kirche zu fotografieren obwohl es auch hier nicht ausdrücklich verboten ist.Nach der Besichtigung zieht es uns wieder Richtung Hafengebiet in der Hoffnung hier etwas zu entdecken denn bisher ist die Ausbeute an Bildern sehr überschaubar. Im Bereich des Hafen angekommen stellen wir schnell fest das es sich überwiegend um einen Fährhafen handelt der aus unserer Sicht nicht viel zu bieten hat.Das interessanteste was wir entdecken ist eine Robbe die sich in den Hafenbereich verirrt hat. Für unsere Brennweiten die wir dabeihaben allerdings zu weit entfernt um Bilder zu machen die keine Pfeile benötigen um zu zeigen wo sich das Tier befindet. Es geht also weiter für uns in Richtung Strand mit einer groß angelegten Promenade auf der reger Betrieb herrscht.Wir entdecken ein Spektakel das einiges an Gäste anlockt. Ein riesiger Drache der sich auf einem Fahrgestell die Promenade entlang bewegt und dabei Feuer und Rauch von sich gibt. Bei genauerem Hinsehen bemerken wir das es einiges an Personal benötigt um dieses Ungeheuer zu steuern und die darauf befindlichen Gäste sicher zu transportieren.Für viele sicher eine Attraktion unseres ist es allerdings nicht unbedingt.Wir konzentrieren uns lieber auf die hölzerne Konstruktion der Hafenmole und das am Ende befindliche Leuchtfeuer.Auf der Mole laufen wir zum Leuchtfeuer und werden auch hier etwas enttäuscht was zum Teil daran liegt das es sehr voll mit Menschen ist und sich auch keine Perspektive für ein gutes Foto findet. Bei einer guten Perspektive würden wir auch zu einer anderen Tageszeit noch einmal wiederkommen um dann weniger oder sogar keine Menschen anzutreffen. So bleibt für uns nur die Erfahrung das sich dieser Weg nicht unbedingt gelohnt hat. Es bleibt für uns nur noch der Weg an den direkten Strand übrig um wenigsten hier noch das eine oder andere zu entdecken. Am Strand angekommen entdecken wir dann doch noch eine ganz gute Perspektive auf die Mole und machen eine Aufnahme. Zu unserem Glück ist auch gerade sehr wenig Betrieb. Im selben Moment entdecken wir schöne Strukturen im Sand die das Wasser geformt hat und fertigen auch davon eine Aufnahme an. Nach unseren beiden Aufnahmen ziehen wir weiter am Strand entlang der zu dieser Zeit sehr breit ist da Ebbe herrscht und das Wasser sich weit zurückgezogen hat. Durch die Ebbe werden die hölzernen Pfähle komplett sichtbar die als Wellenbrecher dienen. und auch das eine oder andere Fundstück wie Teile von Fischernetzen werden sichtbar. Zwischen ihnen liegt einiges an Fundstücken wie Teile von Fischernetzen.An diesen Stellen stoppen wir und sehen potenzielle Motive die wir auch umsetzen können. Es ist nicht viel neues dabei aber es enstehen einige Aufnahmen die für die Enttäuschung der letzten Stunden durchaus entschädigen. So laufen wir noch ein gutes Stück am Stand entlang und entdecken noch einige Badehäuser vor denen der Wind den Sand angehäuft hat. Da uns das Motiv gefällt entstehen noch ein paar Fotos. Wir bemerken das viele Badehäuser im hinteren Teil des Strandes nicht mehr existieren sie wurden abgerissen. Der Strand mündet hier in einen eher langweiligen Bereich der nicht mehr viel zu bieten hat. Da es schon spät geworden ist und auch das Wetter sehr wechselhaft ist beschließen wir zurück Richtung Stellplatz zu laufen und folgen einem Weg der etwas abseits vom Strand durch ein Areal mit Büschen verläuft in der Hoffnung noch etwas zu entdecken. Aber auch hier ist nichts weiter zu finden für das es sich lohnt die Kamera aus dem Rucksack zu holen. Zurück am Stellplatz verstauen wir unser Ausrüstung und stellen für uns abschließend fest das Calais weiterhin für uns als Zwischenstopp auf Reisen ein guter Platz ist. Für unsere Art der Fotografie allerdings ist die Stadt jedoch nicht sehr interessant. Eine Anreise über viele Stunden nur für Calais würde sich nicht lohnen.