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Mal was neues anderes ausprobieren. Etwas abseits der alten selbst ausgetretenen Pfade ausprobieren.Das kommt mir immer wieder mal in den Sinn und es ist mal wieder an der Zeit ein solches Projekt ins Leben zu rufen.Es gibt Situationen in denen man mit dem Auto unterwegs ist und Motive sieht die gerade nicht erreichbar sind und oft auch bleiben.Bei einzelnen Motiven merkt man sich die Stelle und fährt sie gezielt an oft um festzustellen das es bei genauerem betrachten doch nicht das ist was man sich vorgestellt hat. Enttäuschung macht sich breit und oft packt man die Kamera nicht einmal aus.Daher habe ich mir dieses mal etwas herausgesucht das relativ einfach zu erkunden ist wenn nötig auch mehrfach da es nicht weglaufen oder fahren kann. Es handelt sich um das alte Schiffshebewerk von Niederfinow ein Bauwerk das seit 1934 in Betrieb und noch immer funktioniert. Inzwischen jedoch durch einen Neubau entlastet wird und nicht mehr durchgängig genutzt wird.
Die Anreise verläuft für uns die meiste Zeit über die Autobahn und nur ein geringer Teil geht über Landstraßen die allerdings in gutem Zustand sind. Schon von weitem erscheint das Bauwerk recht imposant in seine größe. Um auf den den daneben liegenden Parkplatz zu kommen fahren wir unter dem Bauwerk durch und sind erstaunt was aus heutiger sicht mit relativ einfachen Mitteln geschaffen worden ist. Wir stellen unser Fahrzeug ab und entrichten eine kleine Gebühr für den Eintritt. Wir bekommen auch eine Führung durch das neue Schiffshebewerk angeboten lehnen das allerdings dankend ab. Wir überqueren die Straße und beginnen mit dem kleinen Anstieg zum Kanal der direkt in das Schiffshebewerk mündet. Oben angekommen laufen wir das Schiffshebewerk ab was schnell erledigt ist. Wir stellen fest das nicht allzuviel Technick wie Maschinen zu sehen es ist. Es ist auch nicht einfach gute Ansichten des Schiffshebewerkes zu erhalten. Viel gibt das ganze bis dahin nicht her. Plötzlich bricht jedoch immer wieder die Sonne durch das Wolkengrau und es entstehen sehr sehenswerte Licht – und Schattenspiele die uns gefallen. Wir beschließen uns auf diese Art der Motive zu konzentrieren und fotografieren die Stahlträger und Stahlseile auf diese weise. Da wir Industrie – und Industriedenkmäler sonst nicht im Portfolio haben gestaltet sich die Sache für uns nicht ganz einfach. Es ist ungewohnt und schnell landen wir bei den längeren Brennweiten wie dem 70 – 200mm um Bilder zu machen.Die längere Brennweite unterstützt die selbst gestellte Aufgabe an der Stelle deutlich besser als das Weitwinkelobjektiv. Da ein sehr kalter anfangs trüber Tag ist sind wir zum Glück die ganze Zeit allein auf dem Schiffshebewerk und können uns viel Zeit lassen beim fotografieren niemand geht ins Bild oder drängeld. Die Nutzung des Stativs ist ohne Probleme möglich wenn es notwendig werden sollte.Nach cirka zwei Stunden gehen wir vom Schiffshebewerk herunter und sehen uns noch den unteren Bereich an der ohne Eintritt erkundet werden kann. Nach einer weiteren halben Stunde beschließen wir das es für heute gut ist und machen uns auf den Weg nach Hause zumal wir inszwischen auch etwas durchgefroren sind. Zu Hause beim sichten der Bilder stellen wir fest ja es war anders als sonst aber aus unserer Sicht hat es sich gelohnt. Wir haben uns mit einem Teil der Fotografie auseinandergesetzt den wir sonst nicht machen. Wir machen uns Gedanken darüber was läßt sich beim nächsten Versuch anders oder auch besser machen. Gelernt haben wir in jedem Fall und waren draußen unterwegs auch zu einer Zeit die nicht die Optimalsten Bedingungen erfüllt.

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