Ein Misserfolg am Fotospot! Kann man es so bezeichnen? Auf einer unserer Touren planten wir einen Zwischenstopp am Pointe du Raz einem Leuchtturm am Cap Sizun. Wir kannten den Leuchtturm der sich auf einem vorgelagerten Felsen befindet bisher nur von Bildern fanden ihn aber trotzdem sehr interessant und hofften auf gute Aufnahmen. Am Parkplatz vor dem Cap angekommen der gleichzeitig auch ein Wohnmobilstellplatz ist stellen wir unser Fahrzeug ab und orientierten uns wie es zum Leuchtturm geht. Auf einer Hinweistafel wurden wir auch schnell fündig allerdings hätte es auch gereicht sich in die Kolonne von Touristen einzureihen die anscheinend alle das gleiche Ziel hatten. Vorbei an einer recht großen Gastronomischen Anlage gewinnen wir den Eindruck das der Leuchturm sich gut vermarkten lässt. Aber was soll es meist verteilen sich die vielen Menschen irgendwo an der weitläufigen Küste. So jedenfalls unsere Erfahrung von anderen Touristischen Orten dieser Art. Diesmal jedoch ist es nicht so alle haben das gleiche Ziel und der Weg an der Küste entlang für den wir uns entscheiden ist auch sehr voll mit Menschen. Nach einem Fußmarsch von circa zwanzig Minuten sind wir am Aussichtspunkt angekommen. Wir sehen uns nach einem Platz um von dem aus wir uns in Ruhe umsehen können und eventuell auch die eine oder andere Aufnahme machen können. Wir müssen allerdings feststellen das der Wind mittlerweile stark zugenommen hat und auch das Licht nicht besonders gut ist. Es ist ein recht starker Dunst in der Luft was besonders die Fernsicht eintrübt. Was also machen? Wir versuchen ein paar Aufnahmen die uns aber schon auf dem Kameradisplay nicht gefallen. Der Dunst hat nochmal zugenommen was auf den Bildern doch stark zu sehen ist. Der Leuchtturm ist ja einiges von der Küste entfernt und die Kameras müssen durch diesen Dunst hindurch sehen.Scharfe Aufnahmen sind nicht möglich. Der Wind trägt ebenfalls nicht unbedingt zur Besserung bei. Windböen drücken den Körper mit Kamera und Objektiv immer wieder unvermittelt zur Seite und auch das Stativ fängt an zu vibrieren was auch wieder zu Unschärfe führt.Selbst der Versuch das Stativ mit dem Körper abzuschirmen funktioniert nicht.Da die Bedingungen immer schlechter werden beschließen wir am nächsten Tag noch einmal einen Versuch zu starten. Nach einer recht ruhigen Nacht starten wir Versuch Nummer zwei. Der kurze Fußmarsch war wieder schnell erledigt und so standen wir wieder am gleichen Punkt wie am Tag davor. Der Wind hatte sich etwas beruhigt der Dunst in der Luft war allerdings nicht unbedingt besser. Wir sehen das einige Touristen sich auf dem vordersten Teil der Felsen befinden und sind Neugierig wie man dorthin gelangt. Es sind von dort aus doch einige Meter weniger bis zum Leuchturm und somit muß die Kamera auch weniger Dunst durchdringen was hoffentlich gut für das Bild ist. So beginnen wir den Leuten zu folgen und stehen nach einiger Zeit vor einem recht waghalsigen Pfad der sich durch die Felsen schlängelt. Wir versuchen es ein Stück stoppen dann jedoch und entscheiden für uns das es das nicht Wert ist alles zu riskieren nur um ein besseres oder anderes Foto zu erhalten. Der Pfad verläuft teilweise nicht einmal einen Meter neben der Felsenkante entlang von dem aus es dann neunzig Grad in die Tiefe geht. Absätze von einem Meter und mehr sind auf rutschigem Untergrund zu überwinden.Nein das ist nicht unser Areal hier sind wir jedenfalls falsch.Wir drehen um und laufen zu dem Punkt zurück an dem wir am Tag zuvor schon Aufnahmen gemacht haben. Es gelingt nur mäßig und ist nicht zufriedenstellend. Wir bleiben noch eine Weile vor Ort und beobachten die Szene schweren Herzen brechen wir dann ab und beschließen wir kommen wieder wenn es geht und hoffen auf bessere Bedingungen mit besseren Aufnahmen. Für uns ist es kein Misserfolg. Wir haben es versucht aber es sollte einfach nicht sein. Für die vielen Menschen gibt es meist Auswege wie andere Tageszeiten oder einfach nur Geduld manchmal ergeben sich Momente in denen wenig Menschen vor Ort sind und die Aufnahme gemacht werden kann. Die Suche nach ruhigen Plätzen von denen trotzdem gute Aufnahmen möglich sind verspricht ebenfalls oft Erfolg. Für das Wetter kann allerdings niemand etwas. Diese Bedingungen sind nicht beeinflussbar und auch der beste Wetterbericht muß nicht unbedingt stimmen gerade in der Bretagne wechselt das Wetter doch oft oder ist unbeständig. Für uns heißt es zu einer anderen Zeit einen neuen Versuch zu starten und das hoffentlich mit mehr Erfolg.
